Viele Kinder und Jugendliche in Deutschland bewegen sich zu wenig. Expertenmeinungen beklagen, dass sich die körperliche Leistungsfähigkeit der Kinder gegenüber früher deutlich verschlechtert hat. Einhergehend mit dem Mangel an Bewegung steigt das Risiko einer Erkrankung (Löllgen, Kunstmann & Engelbrecht, 2002). Analysen haben gezeigt, dass ein durchschnittliches Grundschulkind pro Tag 9 Stunden liegt, 9 Stunden sitzt, 5 Stunden steht und sich nur 1 Stunde bewegt. Daraus resultieren motorische Defizite und Übergewicht. 50-65 % aller Heranwachsenden zwischen 8 und 18 Jahren in Deutschland haben Haltungsfehler und Haltungsschwächen – eine alarmierende Zahl. Der Bewegungsmangel beeinflusst auch die Psyche und kann zu motorischer Unruhe, Ungeschick und Bewegungsunlust sowie emotionaler Labilität, Konzentrations- und Antriebsstörungen führen (Roth, Lienemann, Thomann, Jakob & Schaeben, 2012).